2020: Mein Jahr der Bücher

Bücher sind ein wichtiger Bestandteil meines Seins, ja ich möchte sogar sagen, ich definiere mich durch sie. Nicht nur lese ich schon seit früher Jugend gerne, seit fast zwei Jahrzehnten schreibe ich auch Bücher, im Schnitt eines pro Jahr.

Seit zwei Jahren führe ich eine eigene Liste (als Google Sheet und nun auch auf Librarything), welche Bücher und Magazine ich gelesen habe. 2019 kam ich dabei auf einen Stand von 216 Büchern, Comics und Magazinen, geordnet nach Kategorien: 117 Comics (vorwiegend französische) und 56 Sachbücher, ein paar Biographien, Bildbände und sogar Kinderbücher. Die meisten las ich auf meinen Reisen, und davon gab es 2019 so einige. Insgesamt 10 mal war ich in Europa, und auf jedem Trip konnte ich zwei bis vier Sachbücher lesen. Und ja, ich schleppe die Bücher wirklich in gedruckter Form mit mir herum, nicht in digitaler. Und sie zieren meine Wohnung. Ich habe wohl an die 3.000 Bände auf zwei Zimmer über sieben Regale verteilt.

Als Autor sind Bücher auch Arbeitsunterlagen und Inspiration. Wie ein Filmemacher Filme schaut, Künstler selbst Galerien und Aufführungen besuchen, genauso muss ein Autor lesen. Ich selbst lese zwischen zwei und vier Stunden täglich, und dieselbe Stundenzahl wende ich beim täglichen Schreiben auf. Unter normalen Umständen wäre ich dabei ein Kaffeehausliterat, der Bücher im Kaffeehaus liest und schreibt. Dieses Jahr war das nur von zuhause möglich, trotzdem erhalte ich mir den Kaffeehaus-Vibe mit artgerechter Anrichtung meines Kaffees im Wiener Stil.

Café & Literatur (Instagram)
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Wie können Männer Frauen gegen Cyberbullying helfen?

Als recht aktiver Benutzer aus sozialen Medien kommen einem ja auch hin und wieder ein Troll oder ein Kommentar unter, die Zweifel an der Entwicklung des Menschen aufkommen lassen. Als weißem Mann erscheint mir das eher lästig, doch scheue ich nicht vor dem Ausfechten eines Strauß zurück. Rhetorisch musste ich mich schon in der Vergangenheit behaupten, nämlich als die zweite Hälfte meines Forschungsprojektes für die Dissertation einen Personalwechsel bei der sponsernden Firma unterging und plötzlich Politik statt Sachlichkeit im Vordergrund standen, und gleich mehrmals während meines Militärdienstes. Auch da versuchten mehrere Personen durch Mobbying und Bullying ihren Willen durchzusetzen. Blöd nur, wenn man in der Mitte sitzt.

Fall 1: Frauen aus Kultur, Forschung und Politik

Das ist allerdings kein Vergleich zu dem, was ich beobachte, wenn es Frauen die Betroffenen sind. Seit einiger Zeit folge ich – nach Aufruf des deutschen Cartoonisten Ralph Ruthe, der auf Twitter fragte, welchen interessanten Twitter-Accounts von Frauen er folgen solle – ein paar dieser interessanten Accounts. QuattroMILF, Natascha Strobl oder die amerikanische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez sind dabei einige dieser Frauen. Die erste, Jasmina Kuhnke, ist vierfache Mutter mit deutsch-afrikanischen Wurzeln und Comedy-Schreiberin und Comedienne, die sich mit scharfer Zunge gegen Rassismus – den sie selbst hautnah erlebt – gegen Rassisten und Nazis einsetzt. Natascha Strobl ist österreichische Politikwissenschaftlerin, Autorin, Analystin, Publizistin und vor allem eine Expertin zu Rechtsextremismus und Politik, die messerscharf die Logik und rhetorischen Kniffe von rechten Altherrenrunden, Politikern, Donnerweibern und sonstigen rechten Recken zerlegt. Alexandria Ocasio-Cortez, bekannt auch unter ihrem Kürzel AOC, wiederum ist die jüngste Kongressabgeordnete der demokratischen Partei mit puerto-ricanischen Wurzeln, die sich aus der Armut durch Kellnerinnenjobs und als Jahrgangsbeste im Studium in die Politik hinaufgearbeitet hat.

Allen drei Frauen ist gemein, dass sie sehr selbstbewusst sind, Experten in ihrem Gebiet, redegewandt und unheimlich klug. Ihren Positionen, Argumenten und Aussagen kann ich zumeist zustimmen, und wenn nicht, dann finde ich diese jedenfalls sehr interessant. Drei sehr interessante Frauen, deren Beiträge ich sehr inspirierend und als Bereicherung empfinde.

AlphaSophia and me

FUTURE MINDSET:
Wie man die Zukunft vorhersagt und designt

Wie können wir die Zukunft vorhersagen und uns besser auf sie vorbereiten? Das ist eine Frage, die sich viele Unternehmen stellen, die auch für die persönliche Zukunft Konsequenzen hat.

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Elektrokontakt: Die nostalgische Wikipedia für Kinder

Im 21. Jahrhundert gehen Kinder und Jugendliche ganz natürlich mit digitalen Instrumenten um. YouTube oder Alexa daheim sind die Helferlein, wenn sie fragen haben. Ist das für Erwachsene die Wikipedia oder vielleicht sogar noch ein Buch, sind die jüngeren schon weiter gezogen.

In meiner Kindheit gab’s zwar kein iPad und YouTube, aber zumindest etwas, was wir schon damals für ziemlich cool hielten. Es handelte sich um ein Spiel namens Elektrokontakt der 1857/1858 gegründeten Druckerei, später Spieleverlag, Stockinger und Morsack (STOMO). Von diesem Hersteller stammt auch das in Österreich sehr bekannte Das kaufmännische Talent (DKT), ein Ableger des amerikanischen Monopoly.

Das Spiel Elektrokontakt kam mit einigen Themenreihen mit jeweils fünf oft sehr liebevoll gestalteten Blättern. Bei jedem Objekt auf dem Blatt waren Löcher angebracht, die, wenn man sie in die Schachtel legte, einen Metallkontakt darunter sichtbar machten. Mit zwei über Kabel verbundenen Stiften galt es, die jeweils richtigen Objekte und Antworten zu finden. War die richtige Antwort ausgewählt, leuchtete ein kleines Lämpchen oben an der Schachtel auf.

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AlphaSophia und die Robotergesetze

Eine Pandemie kann auch etwas Gutes haben. Sie kann einem die Zeit geben, endlich mal die lange aufgeschobenen Dinge zu erlernen, die man schon lange auf der Liste hatte, aber immer Auflüchte fand, sie im geschäftigen Alltag aufzuschieben.

Was war das bei mir? Bauchreden. Ich bewundere schon lange Bauchredner wie Jeff Dunham aus den USA, der mit Peanut, Walter oder Achmed „I kiiiill you“ the dead terrorist, bekannt ist, Darci Lynn (auch aus den USA) und Nina Conti aus England, oder Benjamin Tomkins, Sascha Grammel, Sebastian Reich oder Jörg Jará aus Deutschland, und viele mehr.

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#9 Morell Westermann – Weltrekorde mit dem Elektroflugzeug

Morell Westermann ist Experte für die neue Generation an Flugzeugen, Drohnen und Elektromobilität, sowie auch Zukunftsforscher und Senior Partner bei Future Matters AG. Er ist auch der Initiator des Elektro Weltrekord Fluges von den Alpen bis ans Meer

In diesem Gespräch gehen wir auf die verschiedenen Arten von Flugzeugen, Drohnen und die Elektrifizierung dieses Sektors ein. Morell erzählt auch von der Idee, der Organisation und der Durchführung des ersten Langstreckenflugs mit dem ersten zugelassenen serienmäßigen Elektroflugzeug.

Und wir diskutieren auch den Battery Day von Tesla und der Relevanz für Elektroflugzeuge.

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Trumps Rache an der TikTok-Generation

Dass der amerikanische Präsident Trump nun so rasch die Social Media App TikTok verbieten will, ist doch etwas überraschend, und dann doch wieder nicht. Seine gerade unterzeichnete Executive Order ordert TikTok innerhalb von 45 Tagen die Aktivitäten in den USA einzustellen. Es sei denn, dass Unternehmen wird an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft. Microsoft ist offenkundig in Verhandlung mit der Eignerfirma von TikTok, ByteDance.

Der Vorwand für die angebliche Gefährlichkeit von TikTok wird mit der Datenerhebung der App und einigen vorgeblichen anderen sicherheitsrelevanten Vergehen angegeben.

Dabei ist ein anderer Grund viel augenscheinlicher. Die Generation TikTok – Jugendliche – haben dem Twitterpräsidenten eine wie aus dem Nichts kommende Demütigung bereitet.

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Wie Legosets Kreativität töten

Als Kind wünschte ich mir immer eine Lego-Eisenbahn, die elektrisch angetrieben fahren kann. Der Traum blieb unerfüllt, dafür bekam ich eine Modelleisenbahn (Arnold N für die Fachleute unter Euch), die ich bis heute habe und die mittlerweile in einer Vitrine steht und das Wohnzimmer ziert.

Lego hatte ich so wie wohl jedes Kind aber sehr doch. Eine alte Omo-Waschmitteltonne – damals gab es Waschmittel noch in großen Kartonzylindern – diente zur Aufbewahrung der Steine, von denen wir meiner Meinung nach viel zu wenige hatten. Was meine Geschwister und ich jedoch hatten waren Standardbausteine, die heute in etwa denen entsprechen, die unter dem Titel Classic Lego verkauft werden.

Standard Lego
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Reflexionen #2 Intelligenzräume ODER Wie ich meinem Goldfisch Shakespeare erkläre

Würdest du dir die Mühe machen, deinem Goldfisch Shakespeare vorzulesen? Natürlich nicht, wäre vermutlich die erste Reaktion. Doch gleichzeitig erwarten wir von künstlicher Intelligenz, dass sie uns erklären kann, wie sie zu ihren Entscheidungen gekommen ist. Nur befinden wir uns diesmal in der umgekehrten Rolle, nämlich der des Goldfisches.

Was Intelligenz ist, welche Arten es gibt, und was Intelligenzräume sind, darüber philosophiere ich in diesen Reflexionen.

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Japanische Notizbücher eines Italieners

Wer kennt das nicht? Man stöbert in einer Buchhandlung, und ein Werk sticht ins Auge, das anspricht, und dessen Schöpfer einem unbekannt ist. Igort – kurz für Igor Tuver – ein aus Sardinien gebürtiger italienischer Comickünstler, war verantwortlich für Japanese Notebooks: A Journey to the Empire of Signs. Darin dokumentierte der Künstler seine Jahre in Tokyo, wo er seit den 1990er Jahren für verschiedene Verlage sehr populäre Mangas zeichnet.

Und Igorts Stil ist vielseitig, wie man in seinen japanischen Notizbüchern erkennen kann. Halb Comic, halb Erzählung führt er uns durch seine persönliche Erfahrung mit seinen längeren und kürzeren Aufenthalten in Japan und bringt uns japanische Geschichte, Geschichten und Besonderheiten nahe. Dabei wechselt er seine Zeichenstile, um die jeweilige Erzählebene zu treffen.

Cover von Japanese Notebooks
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