Archiv der Kategorie: Comic

Die unglaublichen Abenteuer des Schwindlers Pablo von Segovia

Man möchte es kaum glauben, aber es sollte 150 Jahre dauern, bis religiöse Texte oder Pamphlete endlich von weltlichen Druckschriften in der Auflagengröße abgelöst wurden. Seit der Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gutenberg zählten vor alle die Bibel und Martin Luthers Pamphlete zu den Bestsellern. Luther war so populär, dass damals ein Drittel aller Druckschriften aus seiner Feder stammten.

Anfang des 17. Jahrhunderts begann sich eine neue Gattung an Schriften zu etablieren, nämlich der Roman. Der erste belletristische Bestseller der gedruckten Buchgeschichte war Don Quijote von Miguel de Cervantes. Der trauriger Held der Erzählung ist uns mit seinem Kampf gegen die Windmühlen und seinem treuen Diener Sancho Panza auch vier Jahrhunderte später noch wohl bekannt.

El Buscón

Cervantes Roman inspirierte eine Reihe von Autoren und 1626 erschien in Spanien Die Geschichte und das Leben des Schwindlers genannt Don Pablos, Vorbild für Vagabunden und Elendige (Originaltitel: Historia de la vida del Buscón, llamado Don Pablos, ejemplo de vagamundos y espejo de tacaños) von Francisco de Quevedo.

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Mafalda in Buenos Aires

In meiner Jugend fielen mir ein paar Mal Comicstrips mit einer kleinen Heldin namens Mafalda in die Hände. Damals war mir die Bedeutung dieses altklugen Mädchens nicht wirklich bewusst, sie war für mich nicht mehr als die Heldin eines Comicstrips wie Charlie Brown in den Peanuts gewesen. Später lernte ich von einem argentinischen Freund wie bekannt und beliebt Mafalda dort wäre. Doch erst ein Urlaub in Buenos Aires und eine Analyse zu Mafalda in Form einer politischen und sozialgeschichtlichen Untersuchung brachten mir den Comicstrip und dessen Bedeutung für Lateinamerika näher.

Flaniert man in Buenos Aires durch die Straßen, kann man die Menge an Mafalda-Zeichnungen in der Stadt nicht übersehen. Auf einem kleinen Plätzchen zwischen den Straßen Defensa und Chile findet sich zu jeder Tageszeit eine Schlange von Menschen, die geduldig darauf wartet, ein Foto mit Mafalda und ihren Freunden machen zu können.

Die Schlange vor der Mafalda-Statue

Die Statue befindet sich gegenüber des Hauses, in dem der Zeichner und Erfinder von Mafalda und ihren Freunden Joaquín Salvador Lavado Tejón, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Quino, lebte. Seit der Aufstellung der Statue hat sich dieses Gebiet des Stadtteils San Telma zu einem Touristenspot entwickelt. Jedes Wochenende findet entlang der Defensa ein Künstlermarkt statt.

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Mata Hari

Seit Jahren lese und sammle ich Comics. Begonnen hat das – wie sonst – in der Kindheit, wo wir einmal die Woche in ein Romantauschgeschäft gehen durften und gegen zehn mitgebrachte alte Comics zehn andere alte Comics um 10 Schilling tauschen durften. Die meisten Comics hatte ich noch am selben Tag verschlungen.

Was ich damals nicht so verstand war, dass viele der getauschten Comics eigentlich Comichefte waren, wo von einem Comicalbum nur ein paar Seiten abgedruckt waren. Also anstatt einer ganzen Schlumpfgeschichte waren gerade mal vier oder acht Seiten aus einem üblicherweise 40-60-seitigen Album abgedruckt.

Das Comiclesen schlief aber als Teenager ein, und ich hörte damit auf. Erst als Erwachsener stieß ich im französischen Orléans auf einen Comicladen, der zu meiner Überraschung nicht von Kindern, sondern vor allem von Erwachsenen besucht wurde. Ich blätterte mich durch eine Reihe von Alben bis ich über eine Seite stolperte, die ich aus der Französischklasse im Gymnasium kannte. Eine ursprünglich im legendären Comicmagazin Pilote abgedruckte Doppelseite von Marcel Gotlieb war dort in einer Gesamtausgabe drin.

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