Alle Beiträge von Mario Herger

Podcast #3: Christine Hoffmann & Andreas Salcher – Wie ein Silicon Valley-Besuch das Verständnis zu Künstlicher Intelligenz, Ausbildung, Medizin und Politik ändert

Christine Hoffmann ist Dermatologin in Wien und ließ sich 2018 auf eine Reise ins Silicon Valley ein. Bei einer von uns geführten Tour zog sie sehr rasch Lehren aus den Eindrücken und wie sich ihr Berufsfeld ändern wird.

Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor und ehemaliger Polltiker. Er interessiert sich sehr für Aus- und Weiterbildung und hat sogar eine Schule für hochbegabte – die Sir Karl Popper Schule – gegründet. Seine letzten Bücher waren Das ganze Leben in einem Tag und Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde. Mehr zu ihm gibt es auf seiner Website und seinem Podcast Lebens Bildung.

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Podcast #2: Harald Havas – Austrian Superheroes, Comics und Kurioses

Harald Havas ist ein vielseitiger Autor und Künstler aus Wien. Ich bin ihm zum ersten Mal 2008 beim kurzlebigen österreichischen Satiremagazin Rappelkopf begegnet, und seither beobachte ich sein Schaffen. Als Buchautor ist er unter anderem für eine Serie von kuriosen geschichtlichen Fakten aus Wien und Österreich bekannt. Mit seinem schrulligen YouTube-Kanal zu lyrischen Lesungen von Songtexten gewann er weite Popularität unter jugendlichen Fans. Vor allem aber seine Liebe zu Comics hat ihm wohl die unerwartetsten Erfolge gebracht. Mit Comics gegen Rechts versammelte er eine Schar von Comiczeichnern gegen rechtes Gedankengut, und mit Austrian Superheroes (ASH) schuf er ein eigenes Superheldenuniversum für Osterreich – und mit Liga deutscher Superhelden (LDH) eines für Deutschland.

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Podcast #1: Michael Platzer von mostly.ai

Michael Platzer ist Mitgründer und CEO von mostly.ai, einem Start-up, das mit künstlicher Intelligenz Daten erzeugen kann, die echten Daten ähneln, aber nicht dieselben Probleme mit dem Datenschutz haben, die typischerweise bei der Anonymisierung von echten Daten geschehen. Michael organisierte auch den AI Summit in Wien, zu dem er dank seines dichten Netzwerkes führende Experten aus dem KI-Bereich aus aller Welt eingeladen hatte.

Im Café Prückel in Wien trafen wir uns an einem sonnigen Sommertag und diskutierten Fragen zu KI, den unterschiedlichen Formen von Maschinenlernen, den Schwierigkeiten mit „data bias“, und den Herausforderungen und Chancen mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung.

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Mein abgearbeiteter Bücherstapel 2019

Zu den wichtigsten Tätigkeiten eines Autors und Redners zählt neben dem Schreiben, mit Leuten sprechen, Podcasts anhören und Vorträge halten vor allem eine Aufgabe: Lesen. Und zwar sehr viel lesen.

Schon als Kind vergrub ich mit in Comics aus dem Romantauschgeschäft und Zeitungen, auch wenn ich letztere offiziell gar nicht lesen durfte. Mein Vater wollte anfänglich nicht, dass ich sie lese, meine Mutter steckte sie mir aber immer heimlich zu. Bis zu dem Tag, wo mir dann mein Vater zum ersten Mal die Zeitung offiziell überreichte und ich sie somit nicht mehr im Verborgenen lesen musste.

Kein Wunder, dass in der Familienwohnung, die wir Anfangs der 80er Jahre in Wien im bezogen, dann plötzlich die Bücherregale und Familienbücher den Weg in mein Zimmer gefunden haben. Das Sammeln hat nicht aufgehört, sondern hat mit der Zeit immer mehr an Dynamik gewonnen. Heute habe ich eine Bibliothek, die sicherlich um die 3.000 Bücher umfasst. Ordnung gibt es recht wenig, zumindest aber pflege ich seit einigen Jahren eine Online-Liste, die aktuell vermutlich knapp ein Drittel meiner Bücher umfasst.

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Mafalda in Buenos Aires

In meiner Jugend fielen mir ein paar Mal Comicstrips mit einer kleinen Heldin namens Mafalda in die Hände. Damals war mir die Bedeutung dieses altklugen Mädchens nicht wirklich bewusst, sie war für mich nicht mehr als die Heldin eines Comicstrips wie Charlie Brown in den Peanuts gewesen. Später lernte ich von einem argentinischen Freund wie bekannt und beliebt Mafalda dort wäre. Doch erst ein Urlaub in Buenos Aires und eine Analyse zu Mafalda in Form einer politischen und sozialgeschichtlichen Untersuchung brachten mir den Comicstrip und dessen Bedeutung für Lateinamerika näher.

Flaniert man in Buenos Aires durch die Straßen, kann man die Menge an Mafalda-Zeichnungen in der Stadt nicht übersehen. Auf einem kleinen Plätzchen zwischen den Straßen Defensa und Chile findet sich zu jeder Tageszeit eine Schlange von Menschen, die geduldig darauf wartet, ein Foto mit Mafalda und ihren Freunden machen zu können.

Die Schlange vor der Mafalda-Statue

Die Statue befindet sich gegenüber des Hauses, in dem der Zeichner und Erfinder von Mafalda und ihren Freunden Joaquín Salvador Lavado Tejón, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Quino, lebte. Seit der Aufstellung der Statue hat sich dieses Gebiet des Stadtteils San Telma zu einem Touristenspot entwickelt. Jedes Wochenende findet entlang der Defensa ein Künstlermarkt statt.

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Mata Hari

Seit Jahren lese und sammle ich Comics. Begonnen hat das – wie sonst – in der Kindheit, wo wir einmal die Woche in ein Romantauschgeschäft gehen durften und gegen zehn mitgebrachte alte Comics zehn andere alte Comics um 10 Schilling tauschen durften. Die meisten Comics hatte ich noch am selben Tag verschlungen.

Was ich damals nicht so verstand war, dass viele der getauschten Comics eigentlich Comichefte waren, wo von einem Comicalbum nur ein paar Seiten abgedruckt waren. Also anstatt einer ganzen Schlumpfgeschichte waren gerade mal vier oder acht Seiten aus einem üblicherweise 40-60-seitigen Album abgedruckt.

Das Comiclesen schlief aber als Teenager ein, und ich hörte damit auf. Erst als Erwachsener stieß ich im französischen Orléans auf einen Comicladen, der zu meiner Überraschung nicht von Kindern, sondern vor allem von Erwachsenen besucht wurde. Ich blätterte mich durch eine Reihe von Alben bis ich über eine Seite stolperte, die ich aus der Französischklasse im Gymnasium kannte. Eine ursprünglich im legendären Comicmagazin Pilote abgedruckte Doppelseite von Marcel Gotlieb war dort in einer Gesamtausgabe drin.

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Otto Waalkes vs Harry Potter Puppet Pals

Erinnert sich noch jemand an die virale Sensation Harry Potter Puppet Pals von 2007? Ja genau, die mit dem rhythmischen Tick-Tock und den Namen der Darsteller, die die einzelnen Puppen singen.

Nun ja, beim abendlichen Anschauen alter Otto-Compilations stoße ich auf einen Sketch aus den 1970ern, wo er im selben Rhythmus die Namen verschiedener Diktatoren abzählt: Dubček, Mao Zedong, King Kong, Idi Amin, Saddam, Honecker, …

Es scheint, als ob Ottos Sketch selbst auf älteren Quellen basieren muss, und die Harry Potter Puppet Pals den auch als Inspiration gehabt haben musste. Weiß jemand, welcher der Originalsong war?

Wie ich Bücher schreibe

Auf zwei Dinge ist man als Autor nicht so wirklich vorbereitet. Einerseits die Tatsache, dass Leser eine Widmung im Buch haben wollen, andererseits die Frage, wie ich vorgehe um meine Bücher zu schreiben. Für erstere Bitte habe ich mir eigene Faserstifte angeschafft (Kugelschreiber eignen sich nicht wirklich dafür), und für die zweite Frage raffe ich mich nun endlich auf, diesen Beitrag zu verfassen.

Also, wie mache ich das, das Bücher schreiben? Bislang habe ich 12 Bücher geschrieben und aktuell zwei Bücher in Vorbereitung. Für eines habe ich bereits einen Verlag und ein Abgabedatum, für das andere noch nicht.

Von den 12 Büchern sind sechs in einem Verlag erschienen, und die anderen sechs habe ich auf Amazon mit Createspace eigenverlegt. Dazu aber später noch mehr.

Mein Prozess ist für mich der geeignetste, und ich möchte nicht den Eindruck erwecken, er sei der einzig richtige. Jeder/Jede hat seinen/ihren einen Arbeitsstil, aber es kann helfen zu verstehen wie andere Autoren arbeiten um sich Tricks abzuschauen.

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Wenn man Trocken im Trockenen sitzt

Eine beeindruckende Anzahl an Freunden mit denen ich in letzter Zeit ausging erzählte mir, dass sie zu trinken aufgehört hatten. Seit zwei Wochen oder mehreren Monaten haben sie dem Alkohol abgeschworen. Ihr Gründe für die Abstinenz variieren, von höherem Gesundheitsbewusstsein bis hin zum Freund, der alkoholisiert hinter dem Steuer erwischt worden war und  man selbst nun realisiert, dass es das nicht wert sei.

Was auch immer ihre Gründe sein möchten, ich kann mich in sie hinein fühlen. Ich hörte vor zweieinhalb Jahren auf zu trinken. Ich nahm mir das als Neujahrsresolution vor. Nicht, dass ich vorher viel getrunken hätte, aber das gelegentliche Glas Wein jeden zweiten Tag oder ein Bier mit Freunden zweimal im Monat. Aufzuhören war also nicht wirklich das Problem. Trotzdem bemerkte ich diese Lust auf ein Gläschen, und dass mir bewusster wurde, dass ich meine übliche Runde im Supermarkt vorbei an den Weinregalen nun vermied.

Während einige Freunde die Alkohollosigkeit sehr streng nehmen, erlauben sich andere das gelegentliche Gläschen Sekt zu einer Geburtstagsfeier. Ich nenne das ein Abstinenzspektrum, im Sinne von Fleischesser <-> Vegetarier <-> Veganer.

Wo sind die Drinks?

Nicht-alkoholische Getränke trinken ist leicht, meinst Du? Nun ja, hier beginnt es spannend zu werden. Während die Kellner einem ganze Bücher mit dutzenden Seiten an aufgelisteten Weinen, Cocktails, Biersorten und Likören überreichen, ist die nicht-alkoholische Auswahl sehr bescheiden, mit oft nicht mehr als zwei bis drei Zeilen. Limonaden, Säfte und Wasser. Mitfühlende Kellner schlagen bieten oft an, dass man ja auch die Cocktails ohne Alkohol zu bereiten könne.

Das ist verblüffend. Fast kein Restaurant oder Bar hat eine Auswahl an nichtalkoholischen Getränken die den Begriff „Auswahl“ verdienen würde. Diese Art von Getränken sind irgendwie verschollen und keinen kümmert’s. Während Barkeeper darauf spezialisiert sind Cocktails aller Art zuzubereiten, und feinere Restaurants Sommeliers beschäftigen die Weinempfehlungen machen, so scheinen nicht-alkoholische Getränke die Stiefkinder der Restaurantindustrie zu sein.

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